Gestalterarbeiten

Verabschiedung der Gestalter-Klasse an der Bamala Lahr

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der Technikerklasse FGF2 an der Badischen Malerfachschule Lahr verabschiedet. Aus der Händen von Schulleiter Hans Peter Misiewicz sowie von Studiendirektor Michael Schulte Höping, Leiter der Fachschule für Gestaltung an der Bamala und Fachberater Farben des Regierungspräsidiums Freiburg, erhielten die beiden Schilder- und Lichtreklamemeister Laura Moors (Tönisvorst) und Philipp Lülsdorf (Hammerstein) sowie die Malermeisterin Friederike Enderle (Ettenheim) ihre Abschlusszeugnisse und dürfen sich nach zweijähriger Ausbildungszeit offiziell als „staatlich geprüfte Gestalter/innen“ bezeichnen.

In seiner mit Augenzwinkern vorgetragenen Verabschiedungsrede, in der er die vergangenen Monate an der Bamala in Lahr noch einmal auf eigenwillige Weise Revue passieren ließ, wies Klassenlehrer Heiko Franke darauf hin, dass es an der Bamala wohl noch keinen solch engagierten Gestalterjahrgang wie diesen gegeben habe. Neben den anstrengenden, anspruchsvollen und zeitraubenden Aufgaben, die als Fachschüler zu bewältigen seien, hätte der diesjährige Jahrgang immer auch Zeit gefunden, sich innerhalb und außerhalb der Schule einzubringen, sei es – wie bei Friederike Enderle und Philipp Lülsdorf - als Schülersprecher, sei es bei der Öffentlichkeitsarbeit oder aber es bei Messen wie der FAF in Köln oder den Berufsinfomessen in Sulz und in Offenburg und sonstigen Werbemaßnahmen wie den Fachschultagen in Wuppertal. „Schülerinnen und Schüler wie Sie, die nicht nur fachlich sehr gut sind, sondern sich auch noch dermaßen mit ihrer Ausbildungsstätte identifizieren, wünscht sich jede Schule“, betonte Franke und bedankte sich ausdrücklich für das außergewöhnlich hohe Engagement der scheidenden FachschülerInnen.

Die diesjährige Gestalter-Aufgabe bestand darin, in Projektarbeit mittels einer Eigenwerbung für eine fiktive Firma gestaltungtechnische Referenzarbeiten in polygonaler Optik zu entwickeln und auszuführen. Flankierend zum Werkstattunterricht erhielten die FachschülerInnen hierzu Unterricht in den Fächern Gestaltungslehre, Entwurf, Anwendungstechnik, Typographie und Kunstgeschichte. Aber auch berufliche Kommunikation, berufsbezogenes Englisch, Mathematik, Betriebswirtschaftslehre und Projektmanagement standen auf dem Stundenplan, um die GestalterInnen nicht nur auf die Prüfung, sondern auch möglichst umfassend auf ihre künftige berufliche Tätigkeit vorzubereiten.

Bis zur Prüfung entstanden in hingebungsvoller, mehrmonatige Arbeit drei Referenztafeln, die schwerpunktmäßig in Techniken der drei an der Bamala unterrichteten Handwerksberufe ausgeführt sein mussten: somit gestaltete jeder Fachschüler jeweils eine Typographietafel sowie eine Tafel in einer Lackiertechnik und eine in Malertechniken. Hinzu kam eine eigens zu erstellenden Tafel für Messeauftritte. Diese mussten abschließend vor einer zwölfköpfigen Fachjury, bestehend aus Lehrern und aus auswärtigen Juroren, präsentiert werden.

So weihte Laura Moors ihren „Game-of-Thrones“-Themenfreizeitpark ein, Friederike Enderle stellte ihren speziell auf Harry-Potter-Fans zugeschnittenen Reiseanbieter „Muggel Schmuggel“ vor, während Philipp Lülsdorf das altehrwürdige Gemäuer der Bamala mit den Bässen und Beats seines Musiklabels „Polytronic“ erzittern ließ. Lohn dieser außergewöhnlichen Arbeiten ist der Titel des „staatlich geprüften Gestalters / der staatlich geprüften Gestalterin“, womit die AbsoventInnen bestens für ihre berufliche Zukunft gerüstet sind – für eine vielseitige und gut bezahlte Tätigkeit an der Schnittstelle zwischen Handwerk, Produktion, Design und Management.

Präsentation von Friederike Enderle

Präsentation von Philipp Lülsdorf

Präsentation von Laura Moors

Fotos + Text: Diefenbach / Franke_02/2020

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