VABO

: :  Kooperationsprojekt

MEISTERKLASSE MALER UND LACKIERER UND VABO

Am 19. und 20. Dezember 2016 fand das erste Projekt mit der Meisterklasse
für Maler und Lackierer und der VABO1-Klasse statt. Die VABO-Schüler aus Syrien,
Afghanistan, Gambia und Guinea bekamen in einem zweistündigen
Projekt einen Einblick in das Malerhandwerk.


Zunächst zeigten die Meisterschülerinnen und -schüler „ihren Lehrlingen“, wie ihre
Lieblingsfarben gemischt werden können. Kreativ und individuell wurden mit diesen Farben kleine
Geschenkschachteln bemalt. Für die Meisterschüler war dieses Projekt die erste schulische Erfahrung
mit Unterweisungen nach berufs- und arbeitspädagogischen Gesichtspunkten.
Über die rein fachliche Vermittlung hinaus bot dieses Projekt den Schülern die Gelegenheit,
miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu kommen. Das Projekt wurde von allen Beteiligten
als sehr positiv bewertet und soll im Laufe des Schuljahres fortgeführt werden.
[  T E X T + F O T O S   K A T H A R I N A   P A U L A T   0 1_2  0 1  7  ]

 

: :  Die Flüchtlingsklassen der Bamala beenden ihr Schuljahr

MIT EXOTISCHEN SPEISEN

Wo sonst Lackgeruch aus den Werkstätten dringt, duftete es in der letzten Schulwoche nach
Minze und Kardamom. Die VABO-Klassen
also die berufsvorbereitenden Klassen für Schülerinnen
und Schüler ohne Deutschkenntnisse − hatten im Innenhof der Badischen Malerfachschule Lahr
Speisen aus ihren Heimatländern zubereitet.

Die zumeist unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge boten den anderen Schülerinnen und Schülern und
den Lehrerinnen und Lehrern ihre Lieblingsgerichte von Kabuli Palau aus Afghanistan bis Yassa aus Gambia an.
Und wer besonders mutig war konnte auch ein afrikanisches Gericht aus Makrelen, frittierten Bananen
und sehr scharf gewürzten Bohnen probieren.
 
Die Aktion war war nicht nur der Abschluss eines Projekts verschiedener Fächer, bei dem die Schülerinnen
und Schüler ein Kochbuch gestalten mussten, sondern sollte die VABO auch als lebendigen Teil der Schule
präsentieren. Mit ihren in den letzten Monaten erworbenen Deutschkenntnissen − knapp die Hälfte der
jugendlichen Migranten erreichte ein Sprachniveau, das ihnen nun den Besuch einer Regelklasse erlaubt −
suchten die jungen Köche das Gespräch mit ihren begeisterten Gästen. „Das muss unbedingt wiederholt werden“,
war mehr als einmal zu hören.

[  T E X T + F O T O S   T O B I A S   L A N D E R   0 7_2  0 1  6  ]