okWir verwenden Cookies, um unsere Webseiten besser an Ihre Bedürfnisse anpassen zu können. Durch die Nutzung unserer Webseiten akzeptieren Sie die Speicherung von Cookies auf Ihrem Computer, Tablet oder Smartphone.
mehr erfahren »
Lackiererfachschule  >>  3M Projekttag

 

3M – Die Experten für Kreativität, Einfachheit und Effizienz

Angesichts der sich ändernden Anforderungen an die Karosserie- und Lackierfachbetriebe
gehört es zur Firmenphilosophie der Firma 3M, dass sie ständig nach neuen Lösungen sucht,
um die Arbeit in den Werkstätten leichter, schneller und damit kostengünstiger zu machen.
Für die Fachbetriebe hört sich das sehr vielversprechend an, die Profis in den Werkstätten können
allerdings nur dann von neuen Ideen und Arbeitsmethoden der 3M profitieren, wenn sie bereit sind,
fortwährend ihre Arbeitsgewohnheiten in Frage zu stellen und sie Neues ausprobieren.

 

Seit über 20 Jahren pflegt die Lackiererfachschule in Lahr enge Kontakte zum Geschäftsbereich Autoreparatur-Systeme. Anfang Dezember waren die Meisterabsolventen der Lackiererfachschule und ihre Werkstattlehrer bei den Trainern, Frau Annika Habicht, Frau Ulrike Tries und bei Herrn Bernd Fischer in Neuss zu Gast, um sich über aktuelle Themen und Neuheiten aus der Karosserie- und Lackiervorbereitungspraxis zu informieren.

Zunächst konnten sich die Meisterschüler im 3M-Universum ein Bild davon machen, was die Firma 3M ausmacht. Das Geheimnis der erfolgreichen Firmenphilosophie besteht darin, dass dieses Unternehmen nicht nur Produkte kreiert, sondern mit ihren Mitarbeitern disziplinübergreifend überall auf der Welt zusammenarbeitet, um gute Ideen für das karosserie- und lackverarbeitenden Gewerbe zu kreieren.

Was sind Ihre täglichen Herausforderungen in der Werkstatt?
Mit dieser Eingangsfrage wandte sich die Leiterin der 3M Anwendungstechnik im TAZ, Frau Ulrike Tries, im Dezember 2018 an die Meisterschulabsolventen der Lackiererfachschule.

 

Die Antworten der Tagungsteilnehmer ließen nicht lange auf sich warten.
Sie fanden, dass der Verdrängungsmarkt, die Werkstattauslastung, der Termindruck,
der Qualitätsanspruch der Kunden, der erwartete Mehrwert in Beratung und Service
und die Weiterqualifizierung bei den Arbeitsmethoden wohl die größten
Herausforderungen im Werkstattalltag seien.

Wer kann mir im Betrieb erzählen, was im Betrieb läuft, fragte die 3M Trainerin?
Diese Antwort war nicht schwer zu finden, denn jeder der im Finishbereich schon einmal
gearbeitet hat, weiß genau in welchem Bearbeitungsbereich es im eigenen Betrieb
am ehesten klemmt. Hat man die Antwort auf die Frage gefunden, ist man gut beraten
die eigenen Werkstattabläufe auf den Prüfstand zu stellen, meinten die Teilnehmer.
Zwischen dem anwendungstechnischen Experten und den Fachschülern fand nun
ein lebhafter Erfahrungsaustausch statt.

Das Werkstattoptimierungskonzept (WOK) der Firma 3M
Weil die Regulierungspraxis mancher Versicherungen die Fachbetriebe im
Unfallreparaturgeschäft dazu zwingt auf die Kostenbremse zu drücken und darüber hinaus
eine gleichbleibende Reparaturqualität erwartet wird, hat sich die 3M darauf spezialisiert
Einsparpotenziale im alltäglichen Reparaturablauf ausfindig zu machen, um es den KuL-
Betrieben zu ermöglichen, bei knapp kalkulierten Stundenverrechnungssätzen noch
Erträge zu erzielen.

Das Werkstattoptimierungskonzept in der Praxis
Nach der theoretischen Einführung durch Frau Tries vermittelten die Trainer den Meisterschülern
in Praxisdemonstrationen unterschiedliche Arbeitsmethoden und -techniken.
Schwerpunktthemen waren die Reparaturen zwischen der Schnittstelle Karosserie und Lack.
In jedem Kapitel gab es für die Meisterschulabsolventen wichtige Impulse für ihre
bevorstehende Prüfung.

Moderne Fahrzeugkarossen erfordern permanentes Umdenken im Reparaturprozess
Fahrzeuge der neueren Generation bestehen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Materialien
verdeutlichte Frau Tries an einer zerlegten Karosse. Anwendung finden heute Mischbauweisen,
bei denen zum Beispiel Aluminiumprofile in ein Bauteil aus Stahl integriert werden.
Ein Materialmix findet bei nahezu allen Fahrzeugherstellern Verwendung und erfordert
besonderes Augenmerk bei der Instandsetzung.

 

Mit modernen Schleifmitteln und Schleifmethoden
die Substanz des Metalls erhalten

Dies versprechen die 3M™ Cubitron™ II Schleifmittel. Sie enthalten präzise
geformte, selbstschärfende Dreiecke aus keramischem Korund.
Ihre Struktur ist so geschaffen, dass sie beim Schleifprozess kontinuierlich
brechen und stets neue, scharfe Schneidekanten bilden, so der
Anwendungstechniker Bernd Fischer.

Bei einem Schleiftest mit herkömmlichem Schleifmittel bewies der
Meisterschüler Emre Kuru, das das Cubitron II Schleifmittel gegenüber
einem professionellen herkömmlichen Schleifmittel nicht nur ein feineres
Ergebnis erzielt, sondern auch das Ergebnis wesentlich schneller erzielt
werden kann. Dabei blieb beim Cubitron auch die Metalloberfläche
um einige Grad kälter, was bei der Bearbeitung von hochfestem,
dünnwandigen Stahlblech ein weiterer Vorteil ist. 

 

 

 

 


Gesundheitsschutz beim Schleifen

Vielen Fahrzeuglackierern ist gar nicht bewusst, dass sie sich beim Anschleifen alter
Anstriche, beim Spachtel schleifen oder beim Füllerschliff kleinsten, für die Lunge gefährlichen,
Staubpartikeln aussetzen. Die Schädigung der Lunge und im schlimmsten Fall
Lungenkrebs kann die Folge sein.
Frau Tries veranlasste einen Schleiftest auf Polyesterspachtel, um zu zeigen wieviel
Feinstaub beim Schleifen in der Luft ist, wenn ohne Absaugvorrichtung geschliffen wird.
Dabei wurde von dem Fachschüler Andreas Wölfle ein Schleifklotz mit Absaugung
eingesetzt und der Schleifstaub während eines ein minütigen Spachtelschliffs aufgefangen.
Die Meisterschüler und ihre Werkstattlehrer staunten nicht schlecht wieviel Feinstaub sich
in einer Minute angesammelt hatte.

Was unterscheidet 3M™ Epoxidharz Zinnersatz-Spachtel vom Verzinnungsprozess
mit offener Flamme, fragte die Trainerin Annika Habicht die Workshop-Teilnehmer?

 

Klassisches Verzinnen wurde im letzten Jahrzehnt verboten, da Inhaltstoffe wie Blei und Zinn gesundheitschädigend eingestuft sind. Sehr gute Alternativen bieten Zinnersatz-Spachtelmassen. Mit kalt zu verarbeitenden Zinnersatzstoffen wird der herkömmliche Verzinnungsprozess mit offener Flamme komplett ersetzt.

Der neue schnelltrocknende Epoxidharz Zinnersatz-Spachtel ist geeignet um
Oberflächenbeschädigungen, in Form von Beulen, Rückverformungen oder Teile die eingeschweißt wurden, zu reparieren. Er sorgt für eine hochwertige Reparatur, für sehr guten Korrosionsschutz, für gute Schleifbarkeit und damit für eine nachhaltige Qualität. Davon konnte sich während eines Schleiftests auch der Fachschüler Matthias Joachim ein Bild machen.

Die Meisterschüler waren bis zum Ende der Veranstaltung interessiert und aktiv bei der Sache. Nach einem  gelungenen Workshop-Tag hat man sich in freundlicher Atmosphäre voneinander verabschiedet.
Die Fachvorträge und Praxisdemonstrationen waren für uns aus mehrerer Hinsicht interessant, so lautete das Fazit der Fachschüler.


Text und Fotos: Thomas Wulff  / 11_2018