Lackiererfachschule  >>  Fortbildung mit „Nexa Autocolor“


Mit „Nexa Autocolor“ zur „Effektivität,

Prozesssicherheit und Werkstattoptimierung“.


Dies waren die Themen und Botschaften bei einer kürzlich stattgefundenen Fortbildungsveranstaltung an der Lackiererfachschule.
Seit vielen Jahren pflegen die Technischen Lehrer an der Lackiererfachschule enge Kontakte zum Unternehmen Nexa Autocolor, um im Meistervorbereitungslehrgang aktuelle Themen und Neuheiten aus der Karosserie- und Lackiervorbereitungspraxis zu erfahren. Herr Wulff, Fachbetreuer der Lackiererfachschule, begrüßte den Trainer und Anwendungstechniker der Firma Nexa Autocolor, Herrn Markus Albert sowie Herrn Ramon Wiedmann, den Fachberater aus der Region. Dabei ließ Herr Wulff die Verdienste des Unternehmens für die Branche Revue passieren.
Der Fachbetreuer betonte ausdrücklich die gute Verbindung zwischen dem Hildener Lackhersteller und der Badischen Fachschule in 35 Jahren gemeinsamer Aktivitäten.

 


Schon während der Vorstellungsrunde kristallisierte sich heraus, wie wichtig die Teilnahme an beruflichen Fortbildungsveranstaltungen heutzutage ist, damit die eigene Zukunft geplant und erfolgreich gestaltet werden kann.
Gründe dafür waren schnell gefunden, denn die Regulierungspraxis der Versicherungen bei niedrigen Stundenverrechnungssätzen sowie die Erwartungen der Flottenbetreiber, z.B. in Bezug auf eine schnellstmöglich durchgeführte Reparatur zwingt die Lackierfachbetriebe zu reagieren. Im Klartext heißt das, dass die Karosserie- und Lackierfachbetriebe Prozesse optimieren und Einsparpotenziale im alltäglichen Reparaturablauf ausfindig machen müssen, um bei niedrigen Stundenverrechnungssätzen angemessene Erträge zu erzielen. Dies alles unter Beachtung der Qualität im Reparaturprozess.

Wie immer bestand die Fortbildungsveranstaltung aus theoretischen Inhalten und einem Praxisteil. Im theoretischen Teil  am Vormittag beleuchtete Herr Albert zahlreiche, alltäglich zu bearbeitende Arbeitsvorgänge und -prozesse im Karosserie- und Lackierfachbetrieb.

 

 

An ihrem späteren Arbeitsplatz haben die noch Fachschüler, als künftige Führungskräfte die Bereiche Controlling, Effizienz und Wachstum, also die Profitabilität im Auge zu behalten.

Der Nexa Autocolor-Trainer ließ die Fachschüler wissen, welche Unterstützung der Hildener Lackhersteller seinen Kunden im Rahmen des Betriebsmanagements (easy Control) oder der Lagerhaltung (easy Store), ermöglicht.
„easy Control“

Das Betriebswirtschaftstool ist ein innovatives Reporting-Instrument, welches Klarheit darüber verschafft, ob der Betrieb profitabel arbeitet. Welcher Kundenmix ist z. B. empfehlenswert, um nicht nur Umsatz zu generieren, sondern auch einen Ertrag zu erwirtschaften.
Ein anderer Gesichtspunkt befasst sich mit dem Thema Zeit. Wie geht im Betrieb möglicherweise Zeit verloren und wo kann wertvolle Zeit eingespart werden?
„easy Store“
Das Lagermanagement blickt auf die Lagerbestände in Echtzeit und automatisiert Bestellprozesse. Damit ist der Unternehmer/Meister in der Lage Fehlerquellen zu erkennen und z.B. gebundenes Kapital zu reduzieren.

 

Im praktischen Teil am Vormittag befassten sich die Meisterschüler mit dem Thema Mehrschichtlackierung.

1. Spritzmustererstellung
Vor der Applikation des Decklacks veranschaulichte Herr Albert der Fachschulklasse, welche Bedeutung eine Spritzmustererstellung im Vorfeld der Decklackierung hat.
Bei horizontal zu lackierenden Flächen ist das Spritzmuster unbedingt auf horizontaler Fläche durchzuführen. Bei vertikalen zu lackierenden Flächen muss das Spritzmuster vertikal erstellt werden. Bei der Dreischichtlackierung spielt darüber hinaus auch noch die Spritzgängenanzahl und Schichtdicke der zu applizierenden Effektlasur eine besondere Rolle.

 

 

 

 

 

2. Reparatur einer Dreischichtlackierung im Karosserieteil
In der Folge führte der Anwendungstechniker eine Farbtonangleichung mit Dreischicht-Basislacken im Karosserieteil vor. Dabei erklärte und begründete er die dazu erforderlichen Maßnahmen und Arbeitsschritte.

 


 

 

3. Auftrag der Schlusslacks
Während der Reparatur einer Dreischichtlackierung kam ein neuartig entwickeltes Klarlackprodukt, P190-8000 zum Einsatz.
Nach einer kurzen Trockenzeit von 5 Minuten im Umluftofen bei 60°C und 30 minütiger Abkühlphase oder nach ca. 60 - 90 Minuten Lufttrocknung bei 20°C ist der Expressklarlack polier- und montagefähig.
Damit spart der Hildener Lackhersteller seinen Werkstattkunden Zeit und trägt zur Produktivitätssteigerung in den Betrieben bei.

Im theoretischen Teil am Nachmittag erläuterte Herr Albert die Bedeutung einer professionellen Werkstattplanung am Beispiel eines mit Multiarbeitsplätzen ausgestatteten Karosserie-und Lackierfachbetriebs.

 

„Werkstattplanungs- und optimierungs-Tool“
Eine Werkstattplanung kann unterschiedliche Formen annehmen – von einer Optimierung, sprich Neuorganisation der Arbeitsbereiche in einem existierenden Betrieb, bis hin zu einem kompletten Umbau oder Entwurf eines ganz neuen Arbeitsbereichs, z.B. der Karosserieinstandsetzung oder KFZ-Mechanik.
Mit Markus Albert aus der Anwendungstechnik verfügt Nexa Autocolor über einen Fachmann, der über einen großen Erfahrungsschatz verfügt. Nicht zuletzt deswegen kam die Veranstaltung bei den Meisterschülern sehr gut an und bestätigt die Lackiererfachschule und das Unternehmen Nexa Autocolor darin, die Veranstaltungsreihe auch im kommenden Jahr fortzuführen.
Text+Fotos: Wulff, 10/2017