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Fachschule für Gestaltung  >>  Exkursionen




Studienfahrt nach Dublin


Vom 9. 5. 2018 bis zum 13.5 2018 unternahm die Klasse FGF2 der Fachschule für Gestaltung
gemeinsam mit ihrem Englischlehrer Herrn Stiasny eine Studienfahrt nach Dublin/Irland.

Am Mittwochabend des 9. Mai ging es mit Ryanair ab Stuttgart los. Nach fast zweitsündigem Flug checkten
wir etwas verspätet im Generator Hostel ein und gönnten uns noch ein erstes Guiness, um uns langsam
auf Irland einzustimmen, bevor es am nächsten Morgen, nach mittelmäßigem Frühstück los ging.
Mit dem „Hop-on-hop-off-Bus“ machten wir uns daran die irische Hauptstadt zu erkunden.
Der Bus fuhr alle Sehenswürdigkeiten der Stadt ab: u.a. O`Connel Street, Trinity College, Docklands,
das georgianische Viertel mit seinen Häusern aus dem 18. Jh., Christchurch, Saint Patrick Cathedral,
Teeling Destillery und Guiness Brauerei. Dort besichtigten wir eingehend das sogenannte Storehouse, in dem
alles rund um das irische Nationalgetränk, von dessen Herstellung und Geschichte bis zum richtigen Zapfen,
präsentiert wurde. Beendet wurde der Besuch mit einem frisch gezapften Glas im obersten Stockwerk der Brauerei,
bei herrlichem Rundumblick über Dublin.

Der nächste Tag präsentierte sich zunächst mit dem üblichen irischen Wetter: zunächst schien die Sonne, die wurde
jedoch schnell von Wind und Regen abgelöst. Mit dem Bus ging es in die Innenstadt. Dort hatten die Schüler
zunächst die Möglichkeit, sich mit Andenken einzudecken. Auf Schusters Rappen ging es dann durch die O`Connell
Street zum Trinity College und weiter in die Grafton Street mitten hinein ins Herz der Altstadt. Dort wurde der
Spaziergang mit einem Lunch im schönen „Porterhouse-Einkaufzentrum“ beschlossen.
Am Nachmittag besuchten wir schließlich die Jameson Whiskeydestillerie in der unmittelbaren Nachbarschaft
unseres Hostels. Hier wurde uns eindrücklich der Prozess der Whiskeydestillation und die Geschichte des
Whiskeys erläutert und damit dies nicht nur eine trockene Angelegenheit blieb, gab es zum Schluss auch die
Gelegenheit den Whiskey zu probieren, wovon manche aus unserer Gruppe aber keinen Gebrauch machten.

Am Samstag, unserem letzten Tag ging es dann hinaus aufs Land! Das irische Nationalgestüt sowie die
japanischen Gärten von Kildare standen auf dem Programm. Zunächst sahen wir uns den Garten an.
Dieser symbolisiert anhand von Pflanzen den Weg des menschlichen Lebens, von der Geburt, über die Hochzeit
bis zum Tod. Im Anschluss erfolgte die Besichtigung des Nationalgestüts, wo zumindest ein Mitglied unserer
Gruppe definitiv „große Augen“ bekam, stehen dort doch die erfolgreichsten Rennpferde der Insel, die teilweise
Millionen wert sind!

Den letzten Abend genossen wir bei typisch irischer Musik, irischen Tänzen und Essen. Die Stimmung war
unbeschreiblich und es fiel schwer auf seinem Platz sitzen zu bleiben! Ein großartiger Abend rundete unsere
Studienfahrt ab. Eine wunderschöne Reise ging am nächsten Tag mit dem Besuch des irischen Nationalmuseums
zu Ende. Wohl behalten und mit einem Koffer voller Eindrücke kamen wir schließlich am Sonntagabend,
den 13.5. in Stuttgart an.
Text und Fotos: Stefan Stiasny / Mai 2018

 

: : Weil am Rhein

Die Fachschule für Gestaltung

auf Besuch im Vitra Design Museum

„Die Rolle eines Designers ist die eines sehr guten, aufmerksamen Gastgebers,
der die Bedürfnisse seiner Gäste voraussieht“ Charles Eames


In der umfassenden Ausstellung  zum Werk von Ray und Charles Eames konnten die Schülerinnen und
Schüler der Fachschule für Gestaltung zwei der einflussreichsten Designer  des 20. Jahrhunderts kennenlernen.
Berühmt geworden ist das Ehepaar durch den Lounge Chair,  der bis heute von der Firma Vitra produziert wird:
Diese moderne Interpretation eines Clubsessels ist eine Schichtholz-Konstruktion, die auf einem sternförmigen
Drehfuß basiert und mit Lederkissen ausgestattet ist. In der Schau konnte man die Entwicklung des
Schichtholzmöbels bestaunen, eine Technik, die Eames während des zweiten Weltkriegs zur Herstellung von
medizinischen Beinschienen erfand und die bis heute für Sitzmöbel – auch für die Stühle in unseren
Klassenzimmern – verwendet wird. Die Möbel waren Teil eines Design-Universums, das die klare Formensprache
der Moderne mit den organischen Formen der Natur verband: Design war für das Ehepaar nie ein Selbstzweck –
ihre Möbel sollten immer auch menschenfreundlich sein, im Alltag Komfort bieten und die Emotionen
ansprechen.

Die Fachschülerinnen und Fachschüler konnten den kreativen Prozess vom Scribble bis zum fertigen Produkt
nachvollziehen, wobei sich das Büro Eames nicht nur auf ihre bekannten Möbelentwürfe aus Schichtholz,
Glasfaser oder Aluminium beschränkte: Kinderspielzeug gehörte genauso zum Repertoire wie Imagefilme und
Werbemittel für große Firmen wie IBM. Für IBM entwickelten Ray und Charles Eames bereits in den 1960ern
Messestand-Konzepte mit Multimedia-Elementen, die ihrer Zeit weit voraus waren. Und natürlich fanden sich auch
Beispiele polygonaler Objekt- und Werbegestaltung, was auch Thema der diesjährigen Gestalterarbeit an der
Badischen Malerfachschule ist.

Abgerundet wurde der Besuch durch das Schaudepot, in dem Exponate von 1800 bis heute die Designgeschichte
des Sitzmöbels sichtbar machen. Von Thonets Kaffeehausstühlen und den Stahlrohrmöbeln des Bauhauses
über die poppig bunten Schaumstoffmöbel der 1960er Jahre bis zu experimentellen Stühlen aus dem 3D-Drucker
fanden sich hunderte inspirierende Beispiele innovativer Gestaltung. Besondere Beachtung schenkten die
Schülerinnen und Schüler dem „Schaudepot Lab“, wo eine Sammlung diverser Materialien und Musterentwürfe
zum Anfassen bereitlagen. So konnte man wirklich hautnah deren Beschaffenheit und Eigenschaften erfahren und
Einblicke in diese Vielfalt und in die gestalterischen Entwicklungsprozesse und Produktionsverfahren bekommen.
Text und Fotos: Lander / März 2018